Frühbeet und Gewächshaus: Paradies für junges Gemüse

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Loading... Gebrutzelt am Montag, 19. März 2012, und eingepflanzt in: Blumen & Pflanzen, Gartenhäuser

Regionale Küche und Bio-Produkte sind so angesagt wie nie und immer mehr Gärtner nehmen sich das Abenteuer “Selbstversorgung aus dem Garten” vor. Kürzere Wege als vom Garten in die Küche kann ein Kohlrabi gar nicht haben, und wer sein Gemüse selber anbaut, der weiß wenigstens, was drin ist. Da ist es natürlich schön, wenn man die Erträge mit ein paar einfachen Tricks steigern kann.
Dazu gehören Tiefkulturbeete, die richtige Fruchtfolge und eine wachstumsfördernde Verpartnerung einzelner Sorten genau so wie kleine konstruktive Baumaßnahmen im Garten. Ambitionierte Gärtner sollten also auf jeden Fall ein Frühbeet anlegen, denn so kann man mit wenig Aufwand kräftigere Jungpflanzen heranziehen. Das Frühbeet wirkt wie ein Treibhaus und verlegt die Pflanzzeit um bis zu vier Wochen nach vorne. Wer ein Frühbeet anlegen will, ohne großen Aufwand zu betreiben, kann ein Modell wählen, das einfach nur über das bepflanzte Beet gestellt wird.

Wem es allerdings nicht ausreicht, dem Gemüse mit einem Frühbeet so eine Kinderstube zu bauen, der sollte über ein Gewächshaus nachdenken. Der Gewächshausbau macht zwar einmalig Arbeit, der Aufwand lohnt sich aber wirklich. Im Gewächshaus kann man die Vorkultur für den gesamten Gemüsegarten anlegen, und wer schon einmal wochenlang sein Haus mit Töpfchen voller Anzuchterde geteilt hat, der weiß das wirklich zu schätzen. Im Sommer dann kann das Gewächshaus eine Gurkenernte bescheren, mit der man die gesamte Nachbarschaft durchfüttern kann und im Winter stehen die Kübelpflanzen von der Terrasse hier warm und sicher. Wem all diese Argumente für eine biologisch korrekte Ertragssteigerung im Gewächshaus nicht reichen, der kann sich ja einfach mal vorstellen, wie die hungrigen Nacktschnecken sich an den Scheiben des Gewächshauses die Nasen platt drücken wie Kinder am Schaufenster eines Bonbonladens. Gemessen an diesem Spaßfaktor ist der Gewächshausbau dann gar nicht mehr anstrengend!

Haben sich die Jungpflanzen in Gewächshaus und Frühbeet gut entwickelt, müssen sie natürlich “ausgewildert”, also vereinzelt ins Gemüsebeet gepflanzt werden. Hier empfiehlt sich ein Tiefkulturbeet, bei dem die Erde vor der Bepflanzung mindestens zwei Spaten tief mit der Grabegabel aufgelockert werden muss. Das hat den Effekt, dass die Pflanzen tiefer wurzeln und besser wachsen können – besonders bei Knollengewächsen steigert das die Ernte erheblich. Wer den Boden nicht ganz so tief ausheben möchte, kann einfach in die Höhe bauen und auf dem gelockerten Boden mit einem Holzbeet eine weitere Schicht Erde anlegen. Das Holzbeet verhindert mit seiner Umrandung, dass die Erde beim nächsten Regen wegrutscht, der Effekt der Tiefkultur bleibt aber erhalten.



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