Biologische Vielfalt im Garten

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Loading... Gebrutzelt am Dienstag, 17. November 2009, und eingepflanzt in: Blumen & Pflanzen, Tiere im Garten

Die Pflanzen, die wir im Garten pflegen, haben eine große Auswirkung auf die Tierwelt in unserem Garten. Heimische Pflanzen sind generell zu bevorzugen, weil die heimischen Tiere an sie gewöhnt und auf sie angewiesen sind.

Also nicht von der Pracht im Pflanzenkatalog blenden lassen, sondern sich der alten Arten erinnern. Zumeist sind diese ja auch pflegeleichter und genauso schön.

Beim Einkauf von Blumenzwiebeln von Frühblühern und Stauden solltet ihr bei der Auswahl auf Pflanzen mit ungefüllten Blüten achten. Bei Pflanzen mit gefüllten Blüten sind die Staubblätter in dekorative Blütenblätter umge­wandelt, sie stehen also nicht mehr für die Insekten als Nahrung zur Verfügung. Also bitte nicht jeden Trend mitmachen.

Hinweisen möchte ich in diesem Zusammenhang auf den bundesweiten Schulwettbewerb Schulhofdschungel, gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und ausgerufen von der GRÜNE LIGA Berlin e.V.

Die Schülerinnen und Schüler betrachteten sich die Artenvielfalt in ihren Schulgärten oder Schulhöfen genau. Der erste Preisträger ist die Paul-Moor Grundschule, Berlin. Die Schülerinnen und Schüler ordneten Tier- und Pflanzenarten nach ihrem Fundort ein. Untersuchungsschwerpunkt war die Erforschung der ja relativ unpopulären Wanze. Zur gezielten Wanzenbeobachtung legten die Schülerinnen und Schüler ein Beet mit Pflanzen an, die regelmäßig von Wanzen besiedelt werden. Im Juni 2009 wurden bereits 50 (!) Wanzenarten auf dem Schulgelände ausgemacht.

Die Entdeckung dieser Vielfalt durch den gezielten Einsatz von Pflanzen, die von Wanzen bevorzugt aufgesucht werden, ist für Kinder eine wichtige Erfahrung.

Die Große Randwanze beispielsweise liebt Ampferarten und Kräuter an feuchten Standorten. In der warmen Jahreszeit sehen wir häufig die auffällig gezeichnete Feuerwanze, die sich gern am Fuße von Robinien und Linden aufhält.



Bisher gibts 4 Reaktionen auf diesen Artikel
“Biologische Vielfalt im Garten”:
  1. Lukas aus Lüsen sagt:

    Es ist auch wichtig für das Wachstum der Pflanzen, dass eine Vielfalt im Garten herrscht!

  2. Karl sagt:

    Das ist eine tolle Idee, die Kinder an die Natur heranzuführen. Und mit dem Preis die positive Verstärkung finde ich gut! Es wird immer wichtiger den Bezug zu den Urwurzeln nicht zu verlieren.

  3. Natursteine im Garten sagt:

    Sehr schöner Artikel. Es ist wirklich wichtig der Natur ein Teil von dem zurück zu geben, was wir von ihr genommen haben.

  4. Gartenfreund sagt:

    Lieber Autor, stellvertretend für die Honigbiene möchte ich ergänzen: als Nektarspender und Nahrungsquelle für einheimische Tierarten eignen sich neben der jeweiligen Wildform nur wenige Zuchtformen von einheimischen Stauden im Garten. Nur ungefüllte Blüten bergen nämlich den für die Bienen lebensnotwendigen Pollen und Nektar. Gefüllte Blüten haben der Honigbiene dagegen gar nichts zu bieten. Beim Kaufen von Blumenzwiebeln und Stauden also nicht nur auf die leuchtend bunte Blütenpracht achten, sondern darauf, dass sie den Insekten als Nahrungsquelle dienen. Dann kommt auch Leben in den Garten. Schöne Grüße!

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