Eine Hecke aus Kirschlorbeer

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Loading... Gebrutzelt am Donnerstag, 9. Mai 2019, und eingepflanzt in: Blumen & Pflanzen, Gartengestaltung
Foto: Kirschlorbeer (Herbergii)
Kirschlorbeer (lat. Laurocerasus Herbergii)

Ihr seid am Überlegen, eine Hecke zu pflanzen? Dann ist Kirschlorbeer eine mögliche Wahl. Die leider stark giftige Heckenpflanze eignet sich besonders gut für niedrige und mittelhohe Hecken. Man kann auch den Gartenweg mit einer Hecke einfassen. Wenn ihr einen großen Garten habt, könntet ihr mit dem Kirschlorbeer auch tolle Muster anlegen.

Wie die richtige Heckenpflanze auswählen?

Sie sollte ein schönes Blatt haben, sehr kompakt wachsen und immergrün sein. Logischerweise solltet ihr eine Pflanze wählen, deren Wachstum man gut beeinflussen kann und die sich gut verwurzelt. Der Kirschlorbeer Herbergii erfüllt diese Kriterien und ist daher eine vorzügliche Wahl.

Kirschlorbeer Herbergii

Die kleinen Blüten des Laurocerasus Herbergii, der lateinische Name dieser Kirschlorbeersorte, sind strahlend weiß. Der Strauch blüht sehr ausgiebig und schön. Außerdem wächst diese Pflanze sehr kompakt. Daher ist eine Kirschlorbeerhecke blickdicht und als Hecke ein guter Sichtschutz. Die länglichen Blätter sind dunkelgrün und bilden einen tollen Kontrast zu den weißen Blüten.
Manche Hecken sind sehr pflegeintensiv. Der Kirschlorbeer Herbergii ist zum Glück sehr anspruchslos und pflegeleicht. Er gedeiht an jedem Standort gut, mit Ausnahme von besonders nassen Böden. Er lässt sich leicht schneiden und verzeiht Fehler schnell. Wenn man einmal zu tief oder falsch geschnitten hat, wächst der Fehler schnell wieder heraus.

Kirschlorbeer in Deutschland

Der Kirschlorbeer ist ursprünglich gar nicht bei uns verbreitet. Er stammt ursprünglich aus dem östliche Mittelmeergebiet und wurde im späten Mittelalter aus der Türkei und dem Balkan importiert. Zu dieser Zeit wurden Ziergärten bei Adeligen und reichen Händlern immer beliebter und der Kirschlorbeer gewann schnell an Popularität. Ein Grund dafür ist, dass der Laurocerasus auch bei unseren Wetterverhältnissen (Regen, Frost und Seeluft) gut gedeiht.

Schaut euch doch mal in der Nachbarschaft um. Ihr werdet sicherlich viele Kirschlorbeerhecken entdecken. Der Kirschlorbeer ist auch heute noch so beliebt, weil er in wirklich jeden Garten passt. Es gibt verschiedene Kirschlorbeersorten, die jeweils andere Eigenschaften haben.

Insekten

In den vergangenen Jahren sind wir uns zum Glück wieder stärker darüber bewusst geworden, dass unsere Städte für viele Lebewesen nicht den richtigen Lebensraum bieten. Um den Rücklauf bedrohter Arten zu verlangsamen, entscheiden sich viele Gartenbesitzer dafür, einen naturnahen Garten anzulegen. Der Kirschlorbeer ist bei Vögeln, Bienen und Schmetterlingen aufgrund seiner Kompaktheit, seines Dufts und seiner Blüte beliebt. Wenn ihr einen Kirschlorbeer schneidet, duftet es angenehm nach Mandel. Alle Pflanzenteile enthalten Prunasin, ein Stoff, der auch in Mandeln enthalten ist. Der Duft ist an sich nicht gefährlich, aber ihr solltet die Blätter und Früchte nicht essen. Alle Pflanzenteile sind giftig! Blätter und Samen setzen im Magen Blausäure (Glykoside) frei.

Alles in allem ist der Kirschlorbeer ein zeitloser, aber giftiger Strauch mit langen, dunkelgrünen Blättern und hübscher Blüte. Die Pflanze gedeiht in unserem Klima gut, ist frosthart und anspruchslos. Er verzeiht viel, nur Staunässe verträgt er nicht so gut. Sehr schwer kompostierbar ist er, weil sich an seine giftigen Blätter kaum Mikroben wagen. Die Lorbeerkirsche wurde 2013 zur Giftpflanze des Jahres gewählt.

Wer seinen Garten naturnäher gestalten möchte, kann das Infopaket “Naturgarten” mit vielen Tipps und Pflanzenlisten bestellen. Das Paket gibt es für sieben Euro in Briefmarken beim NABU, Contrescarpe 8, in 28203 Bremen.



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