Fotografie im Garten

Schulnote 6Schulnote 5Schulnote 4Schulnote 3Schulnote 2Schulnote 1
Loading... Gebrutzelt am Freitag, 12. August 2016, und eingepflanzt in: Allerlei für Rost und Garten
Foto: Holunder im Garten

Holunder erreicht seine Reife von Mitte August bis Ende September

Wer seinen Garten liebt, hat eindeutig eine kreative Ader, denn schließlich ist Gartengestaltung nichts anderes als lebendige, vergängliche Kunst. Schade ist nur, dass diese Vergänglichkeit sich nicht festhalten lässt, sodass man sie auch an dunklen Winterabenden noch genießen kann. Aber auch, wenn die Düfte, das Summen und Brummen im Garten verfliegen, kann man die schönsten Momente doch als Foto festhalten und damit völlig neue künstlerische Wege einschlagen. Denn durch das Objektiv der Kamera betrachtet, erhalten viele Motive aus dem Garten noch einmal einen völlig neuen Reiz. Die Kamera fokussiert, während das menschliche Auge in der Natur nur allzu leicht abschweift. So kann man durch die Linse betrachtet den eigenen Garten völlig neu entdecken und die entwickelten Bilder jederzeit genießen.

Gartenfotografie ist einfacher, als viele Menschen zuerst denken. Denn Blumen, Sträucher und Blätter sind dankbare Objekte. Jeder, der schon einmal versucht hat, eine wimmelnde Gruppe Kinder zu fotografieren oder seinem Dackel eine gelungene Porträtaufnahme abzuringen, weiß die Stille und Geduld der Pflanzen zu schätzen. Trotzdem gibt es auch hier einige Dinge zu beachten, damit die späteren Fotos auch ein einmaliger Blickfang werden.

Gute Fotografie setzt sich immer zusammen aus

  • Licht
  • Motiv
  • Technik

Vor der Technik muss allerdings niemand Angst haben, denn moderne Digitalkameras übernehmen die technische Ausrichtung größtenteils selbst. Allerdings sollte die Kamera über einen guten optischen Zoom verfügen – ein digitaler Zoom liefert gerade im Nahbereich oft unscharfe Ergebnisse.

Wenn die Bilder später großformatig ausgedruckt oder von einem Fotoentwicklungsdienst (siehe unten) vergrößert werden sollen, empfiehlt es sich, eine möglichst hohe Bildauflösung manuell einzustellen. Je höher die Auflösung ist, umso größer werden zwar die Dateien, aber umso schärfer wird auch das Ergebnis.

Foto: Apfel fault am Baum

Manch alter Apfel dient den Vögeln als Snack zwischendurch

Nun geht es an die Motivsuche. Wer seine ersten Versuche als Gartenfotograf macht, kann im Prinzip Tage damit verbringen, den Garten neu zu erforschen und plötzlich sieht man auch an den unscheinbarsten Ecken wundervolle Bildausschnitte. Die morgendlichen Tautropfen im Frauenmantel, eine schüchterne Rosenknospe im Abendlicht, das Moos an einem feuchten Stein und selbst das verwelkte Laub hinter dem Kompost können zu Stars auf der großen Gartenbühne werden, wenn man sie richtig ablichtet.

Es lohnt sich auch durchaus, die Motive ein wenig zu arrangieren und auf den richtigen Lichteinfall zu warten. Während die pralle Mittagssonne die Bilder oft eindimensional wirken lässt und die Farben zu grell herausarbeitet, bieten das Morgen- und das Abendlicht nicht nur wundervolle Farbenspiele, sondern lassen durch den seitlichen Lichteinfall die Motive auch plastischer aus dem Bild hervortreten.

Wichtig ist natürlich auch die Bildkomposition selbst. Ein blühender Rhododendron mag aus der Ferne wundervoll aussehen, als Foto kommen aber einzelne Blüten vor einem unscharfen Hintergrund besser zur Geltung als ein ganzer Strauch. Ein Gänseblümchen auf der Wiese wird zur strahlenden Schönheit, wenn es aus einem interessanten Winkel fotografiert wird, während es gerade im Wind leicht den Kopf neigt. Bei sehr kleinen Motiven empfiehlt es sich allerdings, erst einen größeren Bildausschnitt zu wählen und hinterher am Computer das eigentliche Motiv auszuschneiden.

Foto: Schmetterling auf einer Pflaume im Garten

Schmetterlinge ernähren sich von Blütennektar, Pflanzensaft aus Blättern, Honigtau von Läusen oder auch Saft von faulendem Obst.

Die fertigen Bilder eignen sich dann auch wunderbar, um sie im Internet mit Freunden zu teilen oder ein Gartenblog anzulegen. Wer es eher traditionell mag und die Bilder in der Hand halten will, der kann sie dann als Fotobuch bei einem Onlinefotoservice entwickeln lassen und bei seinen Freunden für Eindruck sorgen.



Kommentieren

Navigation: