Wasser im Garten: Der Teich und seine Pflanzen

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Loading... Gebrutzelt am Montag, 21. November 2016, und eingepflanzt in: Wasser im Garten

Foto: Teich im Garten mit Bepflanzung

Welche Pflanzen eignen sich für den Teich im Garten?

Ein Teich im Garten ist ein Kleinod, das gepflegt werden will. Aber die Freude am schönen Anblick des Gartenteiches überwiegt. Dazu kommt das gute Gewissen, für ein kleines Biotop zu sorgen.

Der Gartenteich als wertvolles Feucht-Biotop

Der Teich sollte sich von der Bepflanzung her immer harmonisch an die nähere Umgebung anpassen. Um den Teich herum sind vorwiegend Pflanzen anzusiedeln, die einen passenden Übergang zu den anderen Gartenstrukturen bilden, wie z. B. Bambus, Binsen, Farn und verschiedene Gräserarten. Auch immergrüne Büsche wie Zypressen und Kirschlorbeer sowie winterharte Stauden eignen sich dazu. In diesem Bereich leben z. B. Frösche, Kröten, Krebse, Eidechsen, Schlangen, Wasserspitzmäuse, Igel, Schnecken, Muscheln, Vögel, Schmetterlinge, Libellen, Spinnen, Würmer und zahlreiche Insekten. Für diese Tiere muss das Teichufer so gestaltet sein, dass sie sich vor Witterung schützen und überwintern können. Teichpflanzen für den Überlauf des Gartenteiches sind beispielsweise Ufersegge, Wasserminze, Wasserschwertlilie, Zwergbinse, bunter Wasserschwaden, Sumpfdotterblume, Teich-Schachtelhalm und Rohrkolben.

Swimmingpool und Gartenteich zugleich: der Schwimmteich

Der Schwimmteich folgt seinen eigenen Gegebenheiten, denn hier gibt es einen Schwimmbereich und einen getrennten Flachwasserteil für die Pflanzen. Teichpflanzen halten das Wasser algenfrei, weich und sauber. Sie filtern die Nährstoffe aus dem Wasser und entziehen so den Algen ihre Lebensgrundlage. Es handelt sich um biologische Selbstreinigung. Durch einen zusätzlichen Filterteich kann gereinigtes Wasser in den Schwimmteil zurück fließen. Der Filtergraben wird vor allem mit Sumpfpflanzen, wie z. B. Sumpfgladiole, Sumpf-Vergissmeinicht, Sumpfdotterblumen und Rohr besetzt. Wer mehr zur Thematik wissen möchte: https://www.galanet.org/blog/einen-schwimmteich-bauen-erleben-sie-naturnahes-badegefuehl/

Die Teich-Pflegearbeiten im Herbst

Die Teichpflanzen können in Gitterkörben untergebracht werden, die dann in der richtigen Wassertiefe abgesenkt werden, wie Seerosen, Schilf und Rohrkolben. Das ist praktisch, weil die Teichpflanze, die nicht winterhart ist, mitsamt ihrem Pflanzkorb ins Winterquartier gebracht werden kann. Die Teichpflege beginnt im Herbst vor dem Frost mit dem Abfischen von Blättern und abgestorbenen Pflanzenteilen, um Faulgase im Winter und eine Algenblüte im Frühjahr zu verhindern. Ein vor dem Laubfall aufgespanntes Teichschutznetz erspart viel Arbeit. Gräser, Schilf und Röhricht werden gestutzt und zusammen gebunden. Wuchernde Teichpflanzen unter und über der Wasseroberfläche müssen ausgelichtet werden. Die Pumpen werden aus dem Teich genommen, gereinigt und in einem Eimer mit Wasser gelagert. Die Filter und Schläuche werden vom Wasser entleert, und trocken und frostfrei gelagert. Falls Fische im Teich sind, muss die Fütterung bei unter 12 °C Wassertemperatur einstellen. Mit diesen Pflegemaßnahmen vor dem ersten Frost ist der Gartenteich gut für die Winterperiode gerüstet. Er wird dann nach der kalten Jahreszeit wieder eine Augenweide und Tummelplatz für Flora und Fauna sein.



Bisher gibts eine Reaktion auf diesen Artikel
“Wasser im Garten: Der Teich und seine Pflanzen”:
  1. Melissa (haga-welt.de) sagt:

    Guter Beitrag, aus dem ich mir sogar selbst noch einige Tipps mitnehmen konnte. Ein eigener Teich ist etwas Tolles. Es gibt nichts Schöneres, als im Sommer abends an seinem Teich zu sitzen, das Wasser plätschern zu hören und einfach die Natur zu genießen. Ich spanne im Herbst auch immer ein Teichschutznetz über den Teich. Das stört zwar die Optik, aber ansonsten beginnt man jeden Tag aufs Neue damit, Blätter aus dem Wasser zu holen. Nur ob man im Winter nun füttert oder nicht, bin ich mir nach wie vor unsicher. Der Stoffwechsel wird zwar runtergefahren, aber eben nicht komplett auf Null. Mein Zoohändler hat mir geraten, Fische auch im Winter zu füttern. In den letzten Jahren habe ich bis jetzt auch immer bei unter 10 °C gefüttert und bisher ist deswegen noch keiner der Fische gestorben.

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