Solarenergie im Garten nutzen

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Loading... Gebrutzelt am Samstag, 23. Februar 2013, und eingepflanzt in: Gartenhäuser
Solarenergie und Solarstrom für den Gartengebrauch nutzen

Wo könnte Solarenergie passender verwendet werden, als im eigenen Garten? Die Sonne, die durch ihren Einfluss auf die Photosynthese der Pflanzen ohnehin für alle Wachstumsprozesse im Garten sorgt, kann auch ordentlich Strom und Wärme erzeugen. Ideen zur Nutzung von Sonnenenergie für verschiedenste Zwecke im Garten möchte Ihnen dieser Artikel geben.

Solarstrom im Garten

Wie viel und in welcher Stärke der Strom produziert und eingesetzt wird, das kann jeder selbst entscheiden. Für mich ist das abhängig vom Zweck, den ich mit Einsatz der Solarenergie verfolge. Die Größe des Gartens, die Anzahl der Stromverbraucher und die Intensität der Nutzung bestimmen hier den Rahmen.
Wer seinen Gartenteich mit einer Umwälzpumpe ausstatten will, der kommt mit einem 12V-Solarmodul und entsprechender Pumpe zurecht. Wer alle Funktionen der Bewässerung, Beleuchtung und Heizung im Garten über Solarenergie betreiben möchte, der sollte über eine größere Solaranlage, evtl. mit 220V-Modulen, nachdenken.

Gartenhaus mit Solarenergie beheizen

Ein immer wiederkehrendes Thema für mich ist die Beheizung des Gartenhauses durch Solarenergie. Einerseits wäre es technisch machbar, drei bis vier 220-Volt-Module auf dem Dach des Gartenhauses zu installieren und eine permanente 220-Volt-Elektro-Heizung im Gartenhaus einzubauen. Ein wichtiges Problem ist damit noch nicht gelöst – das Problem der Feuchtigkeit im Gartenhaus.

Gegen Feuchtigkeit im Gartenhaus: Belüftung

Jeder Gärtner kennt die leicht müffelnde Luft in der Gartenlaube nach einigen Tagen Abwesenheit. Eine Mischung aus Erdgeruch, kondensierter Feuchtigkeit und leichtem Befall von Schimmelpilz. Heizung ist hier die eine Hälfte der Lösung, Lüftung die andere Hälfte. Ein 12-Volt-Ventilator mit einem kleinen Solarmodul gewährleistet immer bei Sonnenschein ein Absaugen der feuchten Luft aus dem Gartenhaus. Solche Lüfter schaffen um die 100 Kubikmeter Luft pro Stunde – das reicht für eine Belüftung. Ein Problem ist gelöst.

Isothermie vs. Photovoltaik

Für die Heizung kann ich anstelle der Photovoltaik-Methode die Isothermie-Methode anwenden. Das ist besonders pfiffig, weil die Sonnenenergie hier auf eine einfache Weise direkt als Wärme weiterverwendet wird. Ein Holzkasten in der Größe ein Meter mal ein Meter – je nach Bedarf auch größer – und zirka 10 – 15 Zentimeter hohen Seitenwänden wird innen schwarz angemalt und mit einer Plexiglasscheibe abgedeckt.
Bei Sonnenschein entstehen auch im Winter Temperaturen von um die zehn Grad im Kasten. Auch hier wird ein Ventilator mit entsprechendem Solarmodul angeschlossen – die warme Luft wird in das Gartenhaus geblasen. Abluft, Zuluft, Heizung – die Klimaanlage für das Gartenhaus ist fertig.

Die Möglichkeiten für den Einsatz von Solarenergie im Garten sind wirklich unbegrenzt. Solarmodule als kompakte Solaranlage mit Bodenheizelementen für den Kräutergarten, Gewächshaus-Heizungen, Pumpen für den Gartenteich und für die Gartenbewässerung, Strom für die Gartenbeleuchtung und Strom für das Gartenhaus und die Werkzeuge – es gibt keinen Verwendungszweck, für den die Hersteller und Vertreiber einer Solaranlage nicht passende Solarstrom-Produkte anbieten. Je nach Budget und Gartenplanung kann ich mit 12-Volt-Modulen für Einzelanwendungen arbeiten, oder mit einer zentralen 220-Volt-Anlage, mit der ich im Gartenhaus sogar eine elektrische Fußbodenheizung betreiben könnte.



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