Individualität und Gartengestaltung

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Loading... Gebrutzelt am Samstag, 30. Juli 2016, und eingepflanzt in: Gartengestaltung
individuelle Gartengestaltung

Die individuelle Gestaltung eines Gartens erfordert zwei Grundvoraussetzungen: Leidenschaft und die Bereitschaft, dazu zu lernen. Jeder Mensch, der schon einmal ein Stück Boden gepflegt hat, weiß, dass man nie auslernt, und das ist auch gut so. Die lebendige Herausforderung, immer wieder gestalterisch in den Garten einzugreifen, ist nämlich genau das, was viele Gärtner süchtig macht, allerdings muss man dazu ja nicht immer gleich das Rad neu erfinden. Gartengestaltung ist eine seit vielen Jahrhunderten betriebene Wissenschaft und die bereits lange erprobten Möglichkeiten sind so vielfältig, dass wirklich für jeden etwas dabei ist.
Die Variationen reichen vom gradlinigen Barockgarten mit üppigen Formen über den lebendig blühenden Bauerngarten bis hin zum japanischen Garten, der mit einer übersichtlichen Gestaltung punktet und bei dem vor allem jedes Steinchen und jeder kleine Wasserlauf eine spirituelle Bedeutung haben.

Gartengestaltung ist aber nicht nur ein weites Feld, sie ist vor allem immer ein persönlicher Ausdruck dessen, was der Besitzer schön findet. Frei nach dem Motto Es ist nicht möglich, nicht zu kommunizieren!, ist es auch nicht möglich, einen Garten nicht zu gestalten. Schließlich ist der Garten kein Hobbykeller, den man ruhig auch einmal in einen chaotischen Zustand versetzen kann mit dem beruhigenden Gefühl: Es sieht ja keiner!
Das Gartenleben findet naturgemäß draußen statt, und man muss niemanden herein bitten, um den Garten zu zeigen. Selbst, wer eine zwei Meter hohe Dornröschen-Hecke pflanzt, kommuniziert mit dieser Gartengestaltung, denn er sagt: Mein Garten geht Euch nichts an!

Die Gestaltung des Gartens ist also auch immer ein Statement, denn vom Garten lässt sich immer auf die Bewohner eines Hauses schließen. Es gibt die konservativ-bürgerliche Fraktion, die – egal was kommt – samstags den Rasen mäht, den Komposthaufen als “Schandmal” des Gartens schamhaft versteckt und die Auffahrt mit dem Hochdruckreiniger sauber hält. Als Gegenbewegung gibt es die Nonkonformisten, die auf bunt angestrichenen Stühlen vom Sperrmüll die Sonne genießen und im Löwenzahn kein Unkraut sehen, sondern eine wertvolle Pflanze gegen Frühjahrsmüdigkeit, aus deren Wurzel man sogar Kaffee zubereiten kann.

Das Spektrum zwischen diesen beiden Fraktionen zeigt eine Bandbreite von verbissenen Selbstversorgern bis hin zu orthodoxen Zen-Gärtnern. Der Großteil aller Gartenbesitzer hat aber einfach nur Spaß, was eindeutig der beste und gesündeste Weg ist, den Garten zu nutzen.
Doch ganz gleich, welche Glaubenskriege unter Gärtnern herrschen mögen: Vor dem Beet sind alle gleich. Denn jeder Gärtner braucht hilfreiche Anleitungen, um seine Projekte erfolgreich umzusetzen. Die Gestaltung eines Gartens ganz nach dem eigenen Geschmack erfordert nämlich nicht nur viel Phantasie und enthusiastischen Einsatz, sondern vor allem auch viel Fachwissen.
Anleitungen von erfahrenen Gärtnern sind daher unverzichtbar, selbst dann, wenn sich heraus stellt, dass der eigene Garten auch seinen eigenen Kopf hat. Aber die richtigen Anleitungen bewahren einen davor, Schachtelhalm zu ernten, wenn man Möhren gesät hat. Darüber hinaus geben sie wertvolle Tipps zur optischen Gestaltung des Gartens, etwa, wenn man aus verschiedenen Stauden farbenfrohe Beete anlegen will, die dem Motto folgen: Die Kleinen nach vorne.



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“Individualität und Gartengestaltung”:
  1. Fine (wintergarten-kuhnert-glasbau.de) sagt:

    Danke für diesen Beitrag. Ich finde der Garten ist ein schöner Ort zum entspannen. Aus diesem Grund sollte er auch leidenschaftlich gestaltet sein. Allerdings ist es im Sommer manchmal etwas zu heiß im Garten und ein Sonnenschutz wäre da echt super. Überlege zur Zeit ob wir uns eine Markise oder ein festes Terrassendach anlegen um uns vor der Sonne zu schützen.

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