Gas oder Holzkohle – wie grillt man heute?

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Loading... Gebrutzelt am Montag, 6. Mai 2013, und eingepflanzt in: Grillvergnügen
Welche Grilltechnik für den Garten: Holzkohle oder Gas?

Für Manche ist ein Grill tatsächlich nur irgend ein Gerät, um Fleisch zu garen. Für andere aber ist der Grill eine Glaubensfrage. Wahrscheinlich führen so viele Wege zum perfekten Holzfällersteak, wie Wege nach Rom führen, aber jeder leidenschaftliche Grillfan hat seine ganz eigenen Methoden. Da wird geklopft, mariniert und gewürzt, das wichtigste aber ist der Grill selbst.

An der Frage “Gas oder Holzkohle?” scheiden sich die Geister, denn richtig oder falsch gibt es hier nicht. Es ist eher so, als hätte man die Wahl, ob man eine Kutschfahrt durch eine mittelalterliche Kleinstadt macht, oder lieber mit einem Rennwagen über die Piste braust – bei der Frage nach dem richtigen Grill treffen Technikfreaks auf Romantiker. Die Holzkohle war lange Zeit das einzige Mittel der Wahl, geriet aber auch in Verruf wegen der Möglichkeit, krebserregende Stoffe zu bilden. Bei sachgemäßer Handhabung allerdings ist die Holzkohle völlig harmlos – der Holzkohlegrill macht aber auch viel Arbeit. Das Grillen mit Gas hat sich also durchgesetzt, denn ein moderner Gasgrill lässt die Herzen von technikverliebten Spielkindern wirklich höher schlagen. Die Flamme ist sofort da, wenn man sie braucht, die Temperatur lässt sich regulieren und überhaupt – das Grillen mit dem Gasgrill ist eine saubere Sache. Wer gerade auf der Suche nach einem geeigneten Gasgrill ist, wird vielleicht bei der Recherche nach einem Gassgrill im Grill-Shop fündig.

Dagegen steht die Liga der Holzkohlefans. Holzkohle ist irgendwie archaisch, sie lässt duftende Rauchschwaden durch den Garten wehen, verleiht dem Grillgut den urwüchsigen Rauchgeschmack und hier können echte Männer auch noch echtes Feuer machen. Beim Grillen ohne Holzkohle geht für viele Menschen eben einfach der Event-Charakter eines Grillabends verloren.
Schließlich gehört es zum Kult dazu, den Grill rechtzeitig anzuheizen und mit dem Blasebalg um das Feuer zu tanzen wie ein Voodoopriester, während die Nachbarn und Partygäste herum stehen und mit einem kühlen Bier in der Hand Haltungsnoten verteilen. Hat die Kohle dann endlich die gewünschte Temperatur erreicht, kann das Bauchfleisch auf dem Altar des Grillgottes endlich mit großem Hallo geopfert werden. Wie unromantisch erscheint da eine Grillparty mit einem chromglänzenden Gasgrill, der viele technische Spielereien bietet und das Fleisch punktgenau gart. Wenn es dann allerdings an die Reinigung des Grills geht, blicken die Verfechter der Holzkohlemethode doch hin und wieder neidisch über den Gartenzaun



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